00:00:00: Und was mich total fasziniert hat, es gab zur Primetime um vierte nach acht eine Sendung im französischen Fernsehen.
00:00:06: Da haben Menschen, Prominente waren das glaube ich, um einen Tisch gesessen und haben einfach nur Butter probiert und haben sich über die Butter unterhalten.
00:00:12: Ich habe gesagt Wahnsinn!
00:00:13: Also wie kann man wirklich neunzig Minuten über Butter sprechen?
00:00:16: Heute weiß ich natürlich dass das geht und auch länger.
00:00:20: aber auch das war so wo ich dachte wahnsinnso dieser Wert der den Lebensmitteln der guten Essen dazu gesprochen wird.
00:00:26: da will ich dran bleiben.
00:00:44: Herzlich willkommen bei The Flying Schlemmer, der Podcast Talk mit Spitzenköchen von und mit Christian Rückhardt.
00:00:54: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von sehr flyingschlemmer heute.
00:00:59: eine Bonusfolge also zwischen den zwei Regelfolgen Und ich.
00:01:03: die letzte Folge war es Hamburg und ich bin in Hamburg geblieben denn in Hamburg gibt's nicht nur die eine Seite der Köche Sondern da gibt es auch einen sehr bekannten Verlag, sag jetzt mal.
00:01:13: Ein sehr bekanntes Zeitschrift im Magazin und ich fand's einfach mal spannend auch die andere Seite jetzt mal kennenzulernen Und ich glaube nach über siebzig Folgen ist das für euch alle immer spannend zu sehen.
00:01:23: Wie
00:01:24: ist die Sichtweise von jemanden der sich tagtäglich aus der professionellen Sicht heraus mit Restaurants beschäftigt?
00:01:31: Deswegen bin ich zum Feinschmecker gefahren Und heute zu Gast ist die Chefredakteurin des Feinschmeckers Gabriele Heinz.
00:01:38: Ich schau mal auf die Uhr, guten Morgen, Gabriele!
00:01:41: Guten Morgen über Christian!
00:01:43: Ja schön dass es geklappt hat.
00:01:44: ich habe das gleich erst einmal geschickt verbunden gestern noch die eine Seite ja sag jetzt mal zum Gespräch gehabt heute die andere ist schon spannend.
00:01:52: das was du so tust?
00:01:53: Ja da kann ich dir nicht widersprechen.
00:01:55: ich finde meine Arbeit auch sehr spannend.
00:01:58: Sonst wäre ich auch nicht so lange dabei.
00:02:00: Nämlich ja, sechsundzwanzig Jahre arbeite ich jetzt schon beim Jahreszeitenverlag und für den Feinschmecker in verschiedenen Funktionen und seit gut zwei Jahren jetzt als Chefredakteurin.
00:02:14: Wir hatten es vorhin gerade so ein bisschen ... In meiner Vorgeschichte, ich werde da total aufgefragt wie ich dazu komme heute auch Ich hatte damals einen Anders gebraucht hier draußen.
00:02:22: ihr wisst das all.
00:02:22: das war mein dreißigster Geburtstag Damals im Brücke.
00:02:26: Was hatte ich?
00:02:27: in die Welt der Kulinarik gezogen?
00:02:29: Da muss ich etwas ausholen.
00:02:32: Es war so, dass ich angefangen habe zu studieren Germanistik, Romanistik und Geschichte und Publizistik Und nach zwei Jahren Französisch Studium hab' ich festgestellt Ich kann gar kein Französer sprechen.
00:02:44: Das war halt alles sehr theoretisch Sehr viel Grammatik, sehr viele Literaturstudien Und ich dachte, ich muss jetzt aber auch doch wirklich mal ins Leben Lernen, wie man beim Bäcker in Frankreich ein Croissant bestellt sozusagen und bin dann nach Bordeaux gegangen.
00:03:00: Habe dort einen Jahr studiert und um mir mein Taschengeld aufzubessern habe ich dort als Reiseleiterin gearbeitet Und bin dann im Rahmen dieser Reise Leitungen auch in die Weinberge gekommen und habe dort also richtig so Busse hingebracht und und Gäste dort durchgeführt und überhaupt wenn man das war Ende der achtziger Jahre nach Frankreich kamen.
00:03:21: Das können sicherlich viele noch nachvollziehen.
00:03:24: Es ist vielleicht zum Teil auch heute noch so, wir hatten ja damals in Deutschland ... Wir haben mit Biskinen gebraten.
00:03:30: Ich sag mal Schalblätten gegessen.
00:03:33: Rohmilchkäse war noch Terra incognita.
00:03:36: Es gab noch längst nicht die vielen Salze und Öle, die wir hier haben.
00:03:41: Man kam aus einer sehr schlichten Ernährungsecke nach Frankreich.
00:03:46: Da war einfach der Vorhang aufgegangen.
00:03:49: Allein der Weg in den Supermarkt mit all den Meeresfrüchten.
00:03:53: Und ich hab in einer WG mit zwei Studenten gewohnt, zwei Französinnen und dann fragte man sich immer abends ja was essen wir denn heute Abend?
00:03:59: Wollen wir Jakobsmuscheln essen oder doch lieber eine Seespinde kaufen.
00:04:03: Oder habt ihr Lust auf Austern?
00:04:05: Was auch damals im Bordeaux nicht so teuer war!
00:04:09: Die ganze Esskultur und das, was ich auf den Weingütern erlebt habe hat mich einfach so beeindruckt.
00:04:15: Das war damals wirklich ein neuer Welt dass ich dann mit meinem Interesse dabei geblieben bin und dann über Umwege ein paar Jahre später das Glück hatte, auch beim Fallen-Schmecker anzufangen.
00:04:29: Das ist ja oft so... Wenn man es das erste Mal kennenlärt, es ist tatsächlich wie zum Betreten einer neuen Welt!
00:04:35: Genau, also wirklich.
00:04:36: Allein schon die Wertigkeit des Essens.
00:04:38: Also wenn wir uns mit verschiedenen Studierenden getroffen haben zum Spielerabend oder so hat jeder natürlich einen tollen Wein mitgebracht oder ein sehr guten Käse oder einen sehr guten Schinken oder was mich auch so fasziniert hat dass man hatte ja nicht so viel Geld wenn man an der Uni war und noch nicht so viel verdient hat oder gar nichts.
00:04:56: Aber trotzdem haben die Französinnen und Franzosen aus dem Wenigen sich immer ein kleines Dreigängemenü gemacht, also es gab immer irgendwie die Erbsen worden, separat hingestellt auch wenn sie aus der Dose waren, es gab einen kleinen Salat vorweg, es gibt immer etwas Süßes.
00:05:11: Allein diese Reihenfolge wie das in der Uni Mensa war.
00:05:15: Immer sich ein kleives Menü zu gestalten zu organisieren, das fand ich eben auch einfach toll.
00:05:22: Also dass dem Essen damals so eine unheimliche Wertigkeit gegeben wurde.
00:05:25: und was mich total fasziniert hat es gab zur Primetime um völl nach acht eine Sendung im französischen Fernsehen.
00:05:31: da haben Menschen, Prominente waren das glaube ich um ein Tisch gesessen und haben einfach nur Butter probiert und haben sich über die Butter unterhalten.
00:05:38: Ich habe gesagt Wahnsinn!
00:05:39: Wie kann man also wirklich neunzig Minuten über Butter sprechen?
00:05:42: Heute weiß ich natürlich, dass das geht Aber auch das war so, wo ich dachte, Wahnsinn dieser Wert der den Lebensmitteln und dem guten Essen dazu gesprochen wird.
00:05:52: Da will ich dran bleiben!
00:05:54: Hey, gestern tatsächlich eure Fun... Ihr wisst ja, weil die Folge ist da schon raus im Restaurant-Zeig beim Maurizio.
00:06:02: Und ihr habt es ja gehört, ihr hattet auch gesagt, sie unterhalten sich teilweise total nördig tief über eine Karotte stundenlang.
00:06:10: Wo ich auch gesagt habe okay wie geht das?
00:06:13: Welche Themen geht's denn da?
00:06:15: Jetzt hattest du aber ja dann, sag jetzt mal ein ganz anderes WG-Lieben wie manche anderen.
00:06:21: Ja gut!
00:06:21: Aber es war trotzdem eine normale WG und wir mussten auch haushalten mit unseren damals noch Sonntime & Franck.
00:06:28: Und wie gesagt, das was ich jetzt zitiert habe ausdann- oder meeresfrüchtes war auch nicht so toll.
00:06:32: Also das konnte man sich leisten.
00:06:34: dann hat man halt auf etwas anderes verzichtet.
00:06:36: wir waren zu dritt in einer Wohnung und wie gesagt es ging einfach darum wie macht man sich das kulinarisch nett?
00:06:42: Wie versucht man wirklich aus wenigen das auch zu zelebrieren?
00:06:45: also dass ist es glaube ich eher und reinigt dass man jetzt unheimlich viel Geld ausgibt aber ebenso die Haltung gegenüber einem Lebensmittel.
00:06:54: das fand ich selber eindruckend
00:06:56: ... haben ja andere Kulturen uns ein bisschen voraus.
00:06:59: Sag jetzt mal, dass wir dem Ganzen zusammen sein... ... zusammen essen und kochen mehr Wertigkeit geben wie hier in Deutschland?
00:07:08: Ja, wobei ich glaube, wir haben da schon sehr aufgeholt auch.
00:07:10: Wir können das mittlerweile auch ganz gut denke ich!
00:07:13: Woher kommt's denn?
00:07:14: Also bei mir ist es... Also ist so ein bisschen die Sicht, die ich gewonnen habe.
00:07:18: Dass man früher sagt jetzt mal doch noch ein bisschen mehr kochen konnte auch daheim.
00:07:21: Dann gab es dieses Zeitfenster wie du es gerade auch gesagt hast, Biskinen, Scheppplattenkäse, diverse Päckchenprodukte und ich glaube dass mir in der jetzigen Zeit so ein bischen noch hinterher hing.
00:07:32: und das Zeitfenstern was man da verloren hat wenn man sich auf das Kochen konzentriert hat in dem Stil.
00:07:39: So ein bisschen wieder aufholen muss
00:07:40: Das kann sein?
00:07:41: Es geht vielleicht ein bisschen verloren durch die Berufstätigkeit, dass man das nicht so schafft.
00:07:47: Dass man halt auch viele in der Rush Hour des Lebens sind und viele, die dann auch Familie gründen oder ein Haus bauen, andere Dinge haben und es eben nicht zu schaffen einkaufen, zubereiten, schnibbeln, dünsten gratinieren und was alles dazu gehört.
00:08:06: Und was ich auch interessant finde, der Gedanke, den ich gerade habe ist Moment wird ja grad so ein bisschen die Großmutterküche gehypt.
00:08:12: Also Alexander Herrmann in seinem Restaurant in Würzberg hat ja ein Bistro, das heißt Oma und Enkel.
00:08:20: Oder auf Sylt gibt es einen Restaurant, das heisst Oma Willmer Und ganz viele Köche beziehen sich auf ihre Omas, auf ihre Großmütter.
00:08:27: Das ist vielleicht so weil die Mütter, die haben dann nämlich schon voll gearbeitet also meine Mutter hat auch Vollzeit gearbeitet und bei mir war's auch die Großmutter Die auch Sauerteigbrot gebacken hatte wie man heute sagen würde, fermentiert hat, die frisch auf dem Markt gekauft hat.
00:08:42: Vielleicht ist es auch diese Lücke, dass eben die Mütter da ... Meine Mutter wollte zum Beispiel auch gar keine Zeit in der Küche verbringen.
00:08:47: Weil das für sie wollte sich eher emanzipieren vom Herd.
00:08:50: Das war eher so.
00:08:51: die Bewegung wo man sagte ich will auf gar keinen Fall kochen Ich will brufstätig sein Und vielleicht ist da würde ich jetzt sagen wäre aus meiner Sicht also eine Lücke.
00:09:00: und Jetzt kommt im Grunde das und das finde ich auch ganz spannend So was meine Großmutter gemacht hat.
00:09:04: das ist ja gerade so hip und angesagt.
00:09:06: Also eben Sauerteigbrot fermentieren Einlegen, haltbar machen.
00:09:12: Backen, einkochen und bei uns zu Hause meine Großmutter hat bei uns gewohnt also das ging von morgens bis abends hat sie irgendwas angerührt geschmurgelt gebacken vorbereitet Hühner ausgelesen.
00:09:26: Ich habe mein erstes Fertiggerichts dann an der Uni gegessen, tatsächlich.
00:09:30: Weil es immer bei uns selbst gekocht wurde und als Pizzamodern wurde.
00:09:34: sozusagen hat sie gesagt, das können wir doch selber machen.
00:09:37: Wer weiß was da alles drin ist?
00:09:39: Und dann fingen Sie an, Pizza zu backen also... Das war aber wie gesagt meine Mutter hat sich wiederum nicht dafür interessiert und hat dann aus Trotz auch immer Zucker- und Salz verwechselt weil sie dokumentieren wollte dass die Hausarbeit für sie etwas Uninteressantes und nicht immer Zipiertes ist.
00:09:56: Das heißt, ihr habt ein mehr Generationenhaushalb damals gewohnt?
00:10:01: Was war so dein Favourite bei Omas Küche?
00:10:04: Oh, da gab es so viel!
00:10:05: Also wenn ich daran denke das frische Brot, das frishe Sauerteigbrot noch warm aus dem Ofen mit Butter bestrichen und etwas Salz.
00:10:12: Das war herrlich.
00:10:13: oder die sonntäglichen Kuchen natürlich immer mit Butter... Oder meine Oma hat auch mal Bonbons selber gemacht, Sahnebonbons war natürlich auch eine Sünde wert.
00:10:24: oder auch alleine toll gefüllte Paprikaschoten mit Käse aus dem Ofen.
00:10:28: Also waren einfache Gerichte, aber es war immer unheimlich geschmackvoll.
00:10:34: Er lebt ja gerade auch so ein bisschen Renaissance.
00:10:36: Seit Corona, ne?
00:10:37: Plötzlich merkte man ja, dass jeder einen plötzlich sein Handy hinhielt und einem zeigte ... gesagt, guck mal hier mein Sauerteigbrot!
00:10:43: Ja ich höre es selber auch dazu.
00:10:46: Mittlerweile hat's wieder ein bisschen nachgelassen... Ich weiß nicht wie es dir geht aber bei mir ist das ja so.
00:10:52: wenn ich dann was anfange, man braucht er erst einmal alles ... weil wenn man es da macht, dann muss man sie richtig machen.
00:10:57: Ja,
00:10:57: das stimmt.
00:10:58: Das stimmt ja und ist auch alles nicht so einfach.
00:11:00: Sauerteig auch vor allen Dingen... ... das fing ja auch nicht ohne Grund in der Corona-Zeik an,... ... weil man den ja auch immer betreuen muss.
00:11:06: Und nicht einfach so alleine lassen... ... oder sollte über einen längeren Zeitpunkt.
00:11:11: Jetzt kulinarisch gesehen?
00:11:13: Wenn du beschäftigst dich sehr viel mit dem Thema.
00:11:16: Kannst du dann eigentlich noch sehr befreit auch ins Restaurant gehen?
00:11:21: Nein!
00:11:23: Nein, das kann ich nicht.
00:11:24: Aber das finde ich auch gar nicht schlimm!
00:11:26: Weil mir die Arbeit und die Themen unheimlich viel Freude machen... Also das ist jetzt keine Last für mich zu sagen wenn Freunde mit mir ins Restaurant gehen wollen dass sie sagen oh Gott nie bitte nicht ins Restaurant.
00:11:38: da war ich jetzt schon dreimal die Woche.
00:11:39: Ich finde das alles interessant also Und ich habe halt wirklich immer so Augen und Ohren offen auch im Urlaub und gucke immer wo gibt es was Wo ist ein Siebträger und wo gibt es einen tollen Bäcker?
00:11:54: Aber ich finde das bereichernd, also mir macht das unheimlich viel Spaß.
00:11:58: Und das inspiriert mich und von daher kann ich nicht unbelassend ins Restaurant gehen, aber will das auch gar nicht.
00:12:03: Und finde es wie gesagt überhaupt nicht schlimm oder negativ?
00:12:07: Wie behältest du dir's bei?
00:12:08: Also mir geht so oftmals so, bin ja mittlerweile auch viel bemerkt.
00:12:13: Das ist teilweise halt wenn sie in der Woche dann weiß ich nicht zwei-drei Mal ist im Feindeinigen Niveau dass es mir teilweise zu viel wird
00:12:20: Das stimmt, also das ist ein Aspekt da hast du völlig recht.
00:12:23: Also als ich beim Feinschmecker angefangen habe vor vormundzwanzig Jahren war ich Reiseredakteurin und bin auch viel gereist durch die Welt, war auch in Kalifornien oder Tasmanien sogar und viel in Erland und England und Frankreich sowieso.
00:12:38: Und da hatten wir teilweise, so hab' ich Reportagen geschrieben Manchmal viermal am Tag essen, um zwölf Mittags und um dreizehn Uhr dreißig.
00:12:46: Und dann noch mal um achtzehnt Uhr und dann nochmal um neunzehn oder dreißzig, zwanzig Uhr.
00:12:52: So extrem ist es jetzt nicht mehr.
00:12:53: aber du hast recht wenn man so mehrere Essendstermine in der Woche hat finde ich das schon körperlich belastend.
00:12:58: also man merkt einfach dass man müde wird, dass es anstrengend ist und dass so dieser körperliche Aspekt ist.
00:13:07: Das ist auch eine gewisse Überreizung Und das stimmt auch, ja.
00:13:11: So würde ich das auch unterschreiben,
00:13:14: ja... Aber du schaffst es?
00:13:16: Trotzdem Spaß dabei dann noch zu haben!
00:13:17: Ich versuche das so zu dosieren, dass es nicht so oft ist.
00:13:21: Weil man wird natürlich dann auch dem Restaurant oder der Kochleistung nicht gerecht wenn man jetzt sagt ach Quartier hat schon wieder ins Restaurant und ich war schon dreimal.
00:13:29: Das ist auch nicht fair.
00:13:30: Deswegen versuche ich das wirklich immer so auseinanderzuziehen, dass sich halt nicht so bald und dass ich immer noch aufmerksam bin dann.
00:13:38: Hast Du gesagt also Du warst ja viel beruflich auf Reisen.
00:13:42: Wahrscheinlich jetzt privat immer noch.
00:13:44: Wie gehst du dann, wenn du auf Reise bist?
00:13:46: Also ich bin ja wie man so ein Typ... Ich war dieses Jahr auch schon mehrmals unterwegs und bin jetzt als nächstes in der Tee.
00:13:53: Und wird auch wieder sehr, sehr spannend werden!
00:13:55: Ich kann da tatsächlich, wenn ich im fremden Land bin nicht ohne die Kulinarik zu erforschen, erkunden in allen Ecken und wo ich was Neues entdecke, ich muss einfach probieren.
00:14:06: Genauso.
00:14:08: Also kurze Antwort, es geht mir genauso.
00:14:10: ich gucke auch immer im Vorfeld wenn wir irgendwo hinfahren in den Urlaub wo.
00:14:15: welche Restaurants sind interessant?
00:14:17: Wo gibt es Empfehlungen?
00:14:18: Ich höre mich um im Vorfield wer kennt was.
00:14:21: und das müssen nicht immer nur die Sternerestaurant sein sondern auch die gerade die Gasthäuser die Wirtshäuser wo's die authentische Landesküche gibt oder auch tolle Bars Weinbars ja also alles.
00:14:34: Wie informierst du dich im Vorfeld?
00:14:35: Oder wo recherchierst Du?
00:14:37: Also ich frage erst mal viel rum, ich kenne ja zum Glück durch meinen Job sehr viele Leute.
00:14:40: Ich habe gerade heute Morgen also wir fahren am April in die Gegend Dubrovnik Montenegro und da fehlen mir doch ein lieber freier Mitarbeiter ein den ich angemorst habe.
00:14:50: hast Du nochmal ein paar Tipps aus Montenego weil der letztes Jahr oder war Und der hat mir das dann alles geschickt per WhatsApp.
00:14:57: Also ich frage Leute, von denen ich glaube, dass sie was wissen ... Wir haben natürlich selber im Feinschmecker unheimlich viele Tipps!
00:15:02: Ich sitze ja an der Quelle und da gucke ich erst mal bei uns am Heft.
00:15:06: Was waren da die Tipps aus der letzten Zeit?
00:15:08: Ich frage auch meine Autorinnen und Autoren, die sich in den Regionen auskennen.
00:15:12: Ich gucke auch in anderen Guides.
00:15:14: Ich kucke auch im Michelin zum Beispiel immer gerne.
00:15:17: Ich finde auch z.B.
00:15:17: den Bibe-Gouement sind auch immer tolle Tipps.
00:15:20: Oder wenn es nach Italien geht, der Slow Food-Führer ist auch immer gut für Restaurantempfehlungen.
00:15:27: Ja also so höre ich mich halt so weit räumig um und wenn man dann vor Ort ist kann man natürlich auch immer weiter fragen.
00:15:32: Dann fragt man die Leute von den Hotels oder man fragt die Kastronomen wo gehen sie denn immer gerne hin?
00:15:40: Oder was können Sie mir noch empfehlen?
00:15:41: Was ist Ihr Lieblingsrestaurant?
00:15:43: Also so arbeite ich mich dann immer vor!
00:15:46: Bist du da auch schon mal auf die Nase gefallen?
00:15:48: Klar, natürlich.
00:15:48: Also davor bin ich auch nicht gefeilt.
00:15:50: also so dieses Thema wahnsinnig teuer aber war dann doch nicht so.
00:15:54: die Leistung auf dem Teller, den man sich erhofft hat passiert mir natürlich auch natürlich.
00:15:59: Wicke ist der damit dumm?
00:16:01: Ich finde das Schönste ist wenn wir aus einem Restaurant rausgehen mit nem Lächeln und das sollte eigentlich das Ziel sein dass man einfach einen schönen Abend hat.
00:16:09: sag jetzt mal gut der Laune mitnimmt was zieht er dann ja doch immer wieder runter weil es die Erwartungshaltung ja doch nicht erfüllt.
00:16:16: Ja, es ist schade und das ist eine Täuschung vor allem gerade im Urlaub.
00:16:18: Ich möchte natürlich immer Highlights haben und schöne Erinnerungen.
00:16:24: Es begeht mir so wie allen Menschen.
00:16:26: Man ist dann ein bisschen gedämpfter Stimmung und hoffe, dass es beim nächsten Mal wieder besser wird.
00:16:31: Jetzt hast du gesagt, du sitzt an der Quelle?
00:16:34: Ihr durchleuchtet ja ganz gut!
00:16:37: Deutschland auf jeden Fall und natürlich auch, sag jetzt mal Europa die Welt.
00:16:41: welche Restaurants gibt's.
00:16:42: Wie behält man das?
00:16:44: Sag jetzt immer im Überblick also wenn ich nur mal denke wie viele Restaurats sagen wir Woche für Woche irgendwie aus dem Boden wieder schließen wie viele schließen Das ist ja schon der Challenge.
00:16:54: Ja das stimmt.
00:16:55: Und da sind schon unsere eben genannten freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirklich ein Schatz und eine ganz ganz wichtige Säule.
00:17:03: ohne die könnten wir das alles gar nicht machen Weil wir für das, was wir machen.
00:17:09: Für die Anzahl der Hefte und Specials und Broschüren, die wir im Jahr produzieren wirklich nur ein kleines Team sind.
00:17:15: Und unsere freien Mitarbeiter Die wir quasi in ganz Deutschland In ganz Europa haben und die auch weltweit unterwegs sind Die versorgen uns schon seit vielen Jahren ganz zuverlässig mit Tipps Und informieren uns über das Was dann so in der Welt passiert oder auch in den Regionen passiert.
00:17:31: Das sind so unsere Scouts.
00:17:33: Und wie gesagt, also da arbeiten wir sehr eng mit den Kollegen zusammen.
00:17:38: Auf was achten die Mitarbeiter?
00:17:40: Die haben erst mal so die ganze Szene im Blick.
00:17:42: Die gucken immer wo gibt es eine Schließung, wo gibt's eine neue Öffnung, wo gibts einen Köchewechsel und ein Stilwechsel in den Restaurants.
00:17:50: Das Gleiche gilt auch für Weinbars-, Bäckereien-, Metzgereien- oder Rösterreihen.
00:17:55: Das ist ja auch unser Fokus nicht nur Restaurants sondern eigentlich auch die ganze kulinarische Welt, auch die Basis.
00:18:02: Also, die behalten immer jeweils ihre Städte und Regionen im Blick.
00:18:05: Und die hören sich ja auch wieder um und haben auch ihr Netzwerk.
00:18:09: Wenn Sie denken es passiert etwas Interessantes was für den Feinschmecker relevant ist dann gibt's halt sofort eine Nachricht an uns.
00:18:17: Ihr habt ja auch ein eigenes Bewertungssystem?
00:18:19: Ja genau wir haben unsere Feinsschmecker Fs von Null Komma fünf bis fünf das ist die Höchstnote und entspricht drei Michelin
00:18:27: Sternen.
00:18:27: Genau.
00:18:29: Nochmals testet ihr... Michaela macht ja immer so ein Geheimnis drin.
00:18:32: Ja, das schaffen die auch sehr gut zu einem Kult und Mythos um sich zu schaffen den man bisher noch nicht richtig lüften konnte.
00:18:41: Wir sind da etwas transparenter.
00:18:42: also wie gesagt wir haben im Feinschmecker immer unsere großen Reisereportagen mit Hotelbewertungen und wir haben unser große Szene-Abteilung ganz am Ende des Hälftes wo wir die Neueröffnungen immer vorstellen bewerten und da steht hier auch immer der Name des Autors oder der Autorin drunter.
00:18:56: Also da weiß man schon immer wer da gewesen ist.
00:19:00: Wir stellen auch unsere Autoren vor.
00:19:01: Also wir haben vorne ja diese Seite Backstage, wo wir auch immer drei Tipps haben mit Name und Foto.
00:19:07: also wir machen das relativ offen.
00:19:10: aber natürlich versuchen wir und ich versuche das auch immer noch wenn ich ein Restaurant teste dass ich nicht erkannt werde weil wir wollen natürlich aus der ganz normalen Gastperspektive ein Restaurant und das Essen erleben was nicht immer gelingt weil klar wenn man wie ich und meine anderen viele Kollegen sind auch schon sehr lange dabei dann kennt man uns natürlich.
00:19:30: Aber trotzdem versuchen wir, also auch manchmal reserviere ich auch unter falschem Namen oder bitte dann jemanden der mich begleitet unter dessen Namen zu reservieren wobei mein Name jetzt nicht so ungewöhnlich ist aber trotzdem ja.
00:19:44: also dass man einfach unbelastet da reingeht.
00:19:47: Wir hatten es in der letzten Folge so ein bisschen und da ging's ja auch darum das wenn ... Maurizio hat so ein bisschen gesagt einen Tester würde er erkennen, weil ... ... er recherchiert da sehr viel.
00:19:58: Ja
00:19:58: siehst du genau das wein ich ne?
00:19:59: Also die Köche sind schon pfiffig und Maurizios ist sehr pfifisch.
00:20:02: also die kennen schon so ihre Tester und Testerinnen und wissen auch ja wer das isst und wie die heißen und wer so unterwegs ist.
00:20:12: Und ihr meint aber auch es ist wichtiger sagt jetzt mir tatsächlich dass also würde eher sagen das Gesamterlebnis nicht nur sag jetzt mal das was auf den Teller kommt Sondern am Ende des Tages ist es eine Hypothese, wenn jemand mit einem schlechten Laune kommt wird er automatisch vielleicht auch ein bisschen schlechter bewerten.
00:20:33: Einfach aus der persönlichen Stimmung hier raus.
00:20:35: Also erst sagt selber ihm würd so gehen, wenn er neues Gericht entwickelt zum Probeessen und er hat schlechte Laune dann bricht er das teilweise ja auch ab vom Gericht, weil er sagt okay kann den dem Tag so nicht funktionieren.
00:20:48: deswegen ist dieses Gesamtkonzept ein bisschen mussstimmig sein seines Erachtens
00:20:52: Okay, also ich sage jetzt mal.
00:20:53: Wenn ich jetzt zum Beispiel sage Ich gehe morgen in ein Restaurant XY und teste das Und ich habe vorher eine ganz furchtbare Nachricht erhalten Das kann ja sein Also aus meinem Privatleben oder und sage also das greift mich jetzt so persönlich an dass Mich das so beherrscht und ich mich gar nicht so aufs Essen konzentrieren Kann dann würde ich das absagen.
00:21:13: Aber ich sag Mal wenn es einfach nur darum geht ich habe schlechte Laune also ich meine das geht nicht finde ich dann bin ich falsch für den Beruf.
00:21:23: Also ein Kinokritiker oder einen Theaterkritiker kann auch nicht sagen, oh ich bin heute schlecht drauf und mir gefällt das Stück nicht.
00:21:29: Da muss man sich selber hinterfragen ob ich da wirklich richtig bin.
00:21:32: also... Dann muss ich meine schlechte Laune für den Moment wo ich mich auf der Stück konzentriere oder auf das Essen, auf dem Restaurantbesuch muss ich dann mal wirklich hintanstellen und genau.
00:21:44: aber anders ist es.
00:21:45: wie gesagt es gibt ja wirklich manchmal sehr belastende Nachrichten die man bekommt.
00:21:50: Und dann muss man sagen, dann verschieb ich den Restaurantbesuch oder ich versuche auch dann so professionell zu sein dass ich sage das spielt jetzt für mich keine Rolle weil es ist auch sehr unfair dem Koch oder der Köchin gegenüber die sich ja auch unglaublich viel Mühe gibt und dann zu sagen oh ich bin heute schlecht gelaunt und so nö das gefällt mir heute nicht.
00:22:07: Das finde ich geht so nicht.
00:22:09: Ist nicht fair, nein!
00:22:11: So kann man nicht arbeiten.
00:22:13: Braucht sie es selbst?
00:22:14: Reflex?
00:22:14: Ja
00:22:15: absolut genau richtig.
00:22:17: Es ist ja auch in anderen Jobs nicht so.
00:22:18: Ich kann ja auch nicht sagen... ...ich mache heute die Steuererklärung meines Klientenmandanten nicht ordentlich weil ich schlechte Laune habe oder unausgeschlafen bin.
00:22:29: Nein.
00:22:31: Wie, auf was achtest du?
00:22:32: Also für mich ist es... also ich habe meine eigene Gastsicht auf die Restaurants.
00:22:36: Sag jetzt mal, was ist dir das Gast wichtig?
00:22:39: Also bei uns ist es schon so dass, ich würde mal sagen, achtzig Prozent der Wahrheit liegt auf dem Teller.
00:22:48: Das ist schon das Allerwichtigste!
00:22:50: Es kann eine tolle Weinbegleitung geben auch eine alkoholfreie Weinbeleitung.
00:22:54: Es kann ein tolles Design sein.
00:22:56: aber letztendlich wenn wir bewerten auf professionell bewerten is schon das was auf dem teller liegt Das Allerwichtigste, so sehe ich das.
00:23:04: Natürlich kommen die anderen Faktoren dazu.
00:23:07: und was mir als Gast immer besonders wichtig ist, ist wenn man im Laufe eines Abends oder Mittags, wenn man es schafft einen Kontakt zu dem Service aufzubauen.
00:23:16: Das finde ich immer unheimlich schön und das ist etwas aus meiner Sicht immer noch unterschätzt wird wie wichtig das ist und diese Ansprache eine persönliche Kommunikation hinzubekommen, als Gast wahrgenommen zu werden.
00:23:32: Ein paar Worte zu wechseln die darüber hinausgehen bitte danke ich möchte zahlen Ja es hat geschmeckt sondern irgendwie in einen Dialog zu treten und dann das ist für mich ein Restauranterlebnis wenn das gelingt Es ist natürlich immer beidseitig Dann wird es erst richtig rund und man hat das Gefühl, man ist auch persönlich dort angekommen und wahrgenommen worden.
00:23:54: Und ich hab's dann natürlich relativ leicht weil ich immer sehr neugierig bin und ich habe auch mal viele Fragen und ich fragt dann auch die sommeliers oder den service immer ganz viel.
00:24:06: aber Ich finde das grundsätzlich sehr wichtig und ich glaube dass wird immer noch unterschätzt wie wichtig der service ist in seiner persönlichen Ansprache und wie sehr so ein persönlicher service auch manche kleine Fehler auf dem Teller wieder ausbügeln kann?
00:24:22: Ich glaube, essenziell wichtig.
00:24:23: Also ich glaube das ist wie du es gerade sagst vielleicht auch der entscheidende Punkt auch wenn's Essen gut war zu sagen dass Essen war gut zum hin.
00:24:30: das ganze Erlebnis war rundum perfekt und stimmig.
00:24:34: Zu sagen hey da komme ich gern wieder hin ich habe ja irgendwie so.
00:24:36: im Prinzip gehts um Bindung
00:24:38: Genau Bindung oder wie man heutzags andocken Genau, das ist es.
00:24:42: Also ich finde, dass macht es wirklich aus und dann komme ich auch gerne nochmal wieder.
00:24:46: Wenn dann der Service noch weiß wer ich bin und sagt ach Mensch, das letzte Mal hatten sie doch so den tollen Riesling hat ihn so gut geschmeckt.
00:24:52: Das ist natürlich die Königsklasse!
00:24:54: Und da fühlt man sich dann richtig gut aufgehoben und so wird man dann auch gerne Stammgast.
00:25:01: Hat sich aber euch auch geändert?
00:25:02: Früher war ja ganze Feind-Eining-Szene ein bisschen steifer.
00:25:05: Da stimmt, das is eine sehr gute Entwicklung und ich denke Sie wird auch noch lässiger werden.
00:25:10: Ja, ich kenne das auch noch.
00:25:11: Also dass man nur im Blazer sozusagen oder die Herrin in Krawatte und Anzug ins Sternerestaurant gehen durften sozusagen wie getragene Musik gespielt wurde, wie natürlich dann die sehr schön weiß gestärkte Tischdecke dort lag... Das hat aber immer noch seine Berechtigung finde ich.
00:25:32: also sowas muss es auch weiterhin geben.
00:25:34: Jetzt würde ich jetzt gar nicht sagen, dass das nicht mehr in unsere Zeit gehört.
00:25:38: Wie bittest du es im Moment prozentual an einen Teilen?
00:25:41: Also ich würde sagen, ist ja schon sehr unter dem Prozentsatz unterwegs.
00:25:48: Es hat sich ja schon gewaltig verändert.
00:25:50: Ja
00:25:50: aber wie gesagt die große Oper muss es weiterhin geben und das ist auch das Tolle in der Gastronomie.
00:25:57: Es gibt für jeden Geschmack etwas und es gibt so viele Stile und so viele individuelle Handschriften Und so eine klassische Küche und ein klassisches Dekor, wie gesagt, finde ich dürfen aus meiner Sicht nicht aussterben.
00:26:11: Wo geht die Reise hin von Van Denning in der Zukunft?
00:26:14: Also ich glaube es wird tatsächlich lässiger werden und es wird durchlässiger werde.
00:26:20: also ich glaube schon dass wir auch viele neue Formen bekommen werden und das die Fine Dining Sphäre sich auch im gewissen Sinne etwas öffnen und aufbrechen wird müssen um halt auch noch mehr junge Leute anzuziehen.
00:26:36: Also für mich ist zum Beispiel ein gutes Beispiel der Max Strohr, der seinen Butterburger als Pop-up ausgibt.
00:26:43: also das hat er hier in Hamburg im Klinker gemacht, der war bei Jan Hartwig und dann gibt es halt für ein paar Stunden eine Anzahl XY an Bürgern und wenn sie aus sind, sind die aus und da kommen dann wirklich hunderte junger Leute oben halt diesen wirklich Fantastischen.
00:26:58: ich habe ihn probiert Butterburger zu essen Und natürlich steckt dahinter, guck mal ich bin Sternekoch und Jan Hartwig ist drei Sterne kocht.
00:27:05: Das sind eigentlich ganz coole nette sympathische Menschen.
00:27:08: da kannst du auch mal ins Restaurant gehen.
00:27:11: also so finde ich kann man das machen.
00:27:14: oder dass es zum Beispiel abgetrennte Bereiche gibt in Spitzenrestaurants wo man einfach an der Bar essen kann ein klein Snack nehmen kann wie das jetzt auch das Jante in Hannover macht irgendwie auf den Happen und einen Schluck sich dort hinsetzt oder hier auch das Hundert, Zwei-Hundert Grad in Hamburg.
00:27:31: Also dass es einfach so Möglichkeiten gibt dieses Restaurant zu entdecken und auch Schwellenängste überwinden kann und erst mal nicht so viel Geld ausgibt.
00:27:41: Was ja im Moment für viele Gäste problematisch ist der Menüzwang also dass viele Restaurants ausschließlich Menüs haben die dann so im Bereich zwischen ja hundertsechzig und dreihundertfünfzig Euro sind je nach Güteklasse.
00:27:57: Und wenn noch die Weinbegleitung dazu kommt, ist es natürlich ein finanzieller Angang für viele.
00:28:02: Deswegen finde ich es gut, wenn diese Restaurants einfach so kleine Bereiche anbieten in der Zukunft und ich denke das wird auch kommen wo man einfach das mal so antesten kann.
00:28:12: Wie wird sich Feind Dining entwickeln, hast du gefragt?
00:28:15: Der Gemüseaspekt, der heute schon sehr stark ist, wird sich noch weiterformieren.
00:28:20: Das Thema Gesundheit, Wellness, das berühmte Wort Longivity wird auch in das Feind-Dining einziehen.
00:28:26: Man sieht es ja jetzt mit wenig Zucker in den Desers und wenig Kohlehydrate.
00:28:32: Dann das Thema Handwerk, Terroir.
00:28:35: Also wirklich so handgemachte Lebensmittel werden noch mehr Bedeutung bekommen, noch exklusiver sein Und was man auch schon so als zartes Pflänzchen sprießen sieht.
00:28:44: Wir sind ja sehr geprägt von der mediterranen Aromenwelt und jetzt auch der japanischen, asiatischen.
00:28:48: aber ich glaube da kommt noch mehr.
00:28:50: also wir haben jetzt zum Beispiel in Hamburg ein Restaurant das kombiniert polnisch mit Jamaikanisch.
00:28:55: Ich war doch nur nicht soll aber sehr gut sein.
00:28:57: Dann gibt es eine bulivianische Spitzenküche dann gibt es... Was haben wir noch?
00:29:04: Südamerikanische Spitzenküche.
00:29:07: Also dass da irgendwie man guckt, es gibt auch ein russisches Restaurant das Troika also was von einer deutschen Crew gemacht wird.
00:29:14: Russischer Anleihen hat...also dass man versucht so dieses mediterranasiatische was ja sehr vorherrschend ist einfach mal zu bereichern durch andere Aromenwelten eben auch die orientalischen Aromen welten das die noch stärker zum Zugekommen.
00:29:27: Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen.
00:29:31: Ich sage jetzt mal im Moment, wie du gesagt hast, dass es sehr viel Asiatisch und Skandinavisch so vorherrschend wird's wahrscheinlich auch mehr dann tatsächlich in die Aromenwelt gehen afrikanische Südamerikaner.
00:29:43: Ja Afrikanisch, genau das habe ich gerade vergessen.
00:29:45: Gute Stichwort vielen Dank!
00:29:47: Genau der Jens Maazen im The Clouds in München hat also afri- kanische Wurzeln ... und bringt dann auch eben afrikanische Produkte... …und Aromen auf den Teller.
00:29:56: Genau, das wäre auch noch ein gutes Beispiel dafür.
00:29:59: Ja.
00:29:59: Ich glaube… Das ist ja auch wieder was, wo man tatsächlich irgendwie wieder etwas Neues erfunden kann,... ...weils dem Moment her hier nicht so vorherrschend ist?
00:30:07: Genau!
00:30:08: Und die Regionalität ist natürlich ganz stark.
00:30:10: also dieses Thema... ...wo kommt etwas her, wer hat es produziert?
00:30:14: Das wird sicherlich auch noch mehr an Bedeutung gewinnen.
00:30:16: Geht's auch ein bisschen darum?
00:30:17: Ich habe immer so den Eindruck dass….
00:30:20: ... sag ich jetzt mal für die Menschen, für die Gäste.
00:30:23: Sehr viele so Sterneköche ... ... ja sagen wir jetzt mal so unerreichbar sind ... ... auf einem anderen Stern?
00:30:31: Dass man nachbach wird!
00:30:33: Ja, das denke ich auch.
00:30:38: Das denk ich auch, es ist ja zum Teil auch so... Also wir haben mal eine schöne Geschichte gemacht im letzten Jahr am Feinschmecker und also die Köchebilder auch wie Köcher aussahen von Boküs bis heute mal so nebeneinander zu halten und das waren damals ja wirklich also erst einmal alles Männer, etwas gravitätischer Autoritärer, älter-bleibter, schwergewichtiger.
00:31:00: Und auch mit einer sehr konservativen Ausstrahlung.
00:31:02: und wenn du heute die Köche siehst... Also die sind ja alle sehr cool tätowiert individuell frisiert und haben auch nicht immer die weißen Kochanzüge an sondern teilweise coole Sachen.
00:31:15: Also da hat sich ja auch schon sehr viel getan, dass sie auch sehr viel mehr Individualität und so ein Street-Style auch reinbringen.
00:31:22: Und das glaube ich schon macht die Köche auch per se schon nahbarer.
00:31:25: Was ja auch so im Kommen ist, es ist das ganze Thema alkoholfreie?
00:31:28: Absolut!
00:31:29: Riesentrend wobei ich immer noch nach dem tollen alkoholfreien Wein verzweifelt suche.
00:31:34: also wer einen kennt bitte nennen und zuschicken zum probieren.
00:31:39: aber ja das haben viele Natürlich Restaurants, als ganz selbstverständliche alternative Getränkegleitung mittlerweile.
00:31:48: Im Repertoire wobei ich wie gesagt alkoholfreie Weine sehr schwierig ist es auch ein riesiger Energieaufwand der dahinter steht das wird immer vergessen.
00:31:56: also was es kostet erst den Alkohol zu produzieren und dann wieder zu entziehen.
00:32:01: Und natürlich haben viele weine dann auch sehr viel Zucker.
00:32:04: und dann ist ja die Frage man will ja eigentlich nicht mehr so viel Zucker aber im alkoholfreien Wein ist er dann drin Und zwar nicht zu knapp, deswegen finde ich immer interessanter so die neu zusammengesetzten Getränke.
00:32:14: Die ja viele machen die sogenannten Proxies.
00:32:17: also da wird dann ganz viel gearbeitet mit Kräutern und Blüten und Gemüse und Obst und Gewürzen und daraus wird dann was Spannendes gemacht und das macht dann auch Spaß sowas zu probieren.
00:32:27: Ich glaube meine Erfahrungen heraus sind aber auch im Stähnrestaurant ... sag ich jetzt mal nur noch enorm weit auseinander.
00:32:35: Also an Alkohol in freier Begleitung.
00:32:37: Manche, das ist ja fast schon wie eigenes Kochen.
00:32:40: Ja absolut!
00:32:41: Bei anderen
00:32:41: ist es relativ sehr simpel noch gehalten... Ich glaube aber auch dass sich das angleichen wird und muss wahrscheinlich auch.
00:32:48: um da Gäste abzuholen wiederum oder auch, sag ich jetzt mal, Getränke zu verkaufen die man normal nicht verkauft hätte.
00:32:54: Ja absolut!
00:32:55: Es hängt auch so ein bisschen von der Gästestruktur an.
00:32:57: und was für ein Restaurant bin ich?
00:32:58: Also ich habe wahrgenommen wenn es eine Art Urlaubsrestaurant ist am Wasser zum Beispiel also auf Sylt war ich neulich oder an der Förde Die haben fast gar keine alkoholfreie Begleitung weil sie sagen das fragen die Gästen nie Nacht.
00:33:10: Die sind hier im Urlaub übernachten bei uns und wollen irgendwie eine schöne Einbegleitung haben und Champagner trinken, aber so in den urbanen Restaurants.
00:33:20: Da hast du ganz viel, ganz spannende Getränke die wie gesagt dann auch raus gemacht sind selbst gemacht sind.
00:33:25: es gibt ja Restaurants die machen sogar Ginger Ale Coca Cola selbst und denken sich da wirklich die doelsten Sachen aus und die sind dann auch spannend zu entdecken.
00:33:35: Ja, und es ist ja tatsächlich so beim Alkoholfreien oder alkoholfreier Apparitiv vorne weg.
00:33:39: Für mich gibt's zumindest so meinen Blickwinkel, meine Erfahrungen.
00:33:42: Es gibt in den Restaurants diese klassischen drei Hersteller die man überall findet aber außenrum gibt's noch relativ wenig
00:33:54: Von den Alkoholfreien?
00:33:55: Meinst du, ja das stimmt.
00:33:56: Es gibt schon so die Klassiker da hast du völlig recht.
00:34:00: Spannend wird es immer dann wenn Restaurants sich die Mühe machen oder auch die Sommeliers selber Getränke zu kreieren.
00:34:06: also ich hatte zum Beispiel neulich zu einem Menü eine Art Burnen-Essenz mit Rauchshahne.
00:34:14: Das macht natürlich Spaß sowas zu probieren.
00:34:17: Ich hatte die Kohle von gestern nicht losgelassen.
00:34:21: Weil er auch meinte, alles was da drin ist habe ich in meinem Leben schon mal irgendwie gegessen oder probiert oder zu mir genommen und außer Vanille habe ich irgendwie nichts rausgespägt.
00:34:32: Da kämpfe ich noch damit weil mir der Geschmack auch so bekannt vorkam.
00:34:36: Aber ich glaube das Thema wird weiter wachsen und stärker werden und wir werden auch ein paar Jahre... glaub ich, guten alkoholfreien Wein im Glas haben.
00:34:43: Also darin wird ja schon getüftet und gearbeitet und die besten Winzer haben das auch mittlerweile im Programm auch alkoholfreie Sektor.
00:34:50: Ich glaube da wird es schon noch gute Überraschung geben!
00:34:54: Dann kommen wir mal an der Stelle zur Cheffrage.
00:34:57: Die ist ja wie immer so oder wie du sicherlich weißt, kommt ja immer von meinem vorherigen Gast.
00:35:02: Jetzt haben wir schon ein bisschen darüber gesprochen, deswegen weißt Du ja jetzt vom WMC, vom Maurizio Oster hier aus Hamburg.
00:35:07: Ist ja gar nicht so weit weg!
00:35:09: Das stimmt Luftlinie ist Maurizion was würde ich sagen?
00:35:12: Zwei Kilometer man kann fast durchs Fenster hingucken
00:35:17: und er hat mir eine Frage für dich mitgegeben und da wollen wir gleich mal direkt rein hören.
00:35:27: Ja liebe Gabi hier kommt meine Frage und zwar Wenn du ein Restaurant hättest, was für ein Restaurant wär's?
00:35:37: Wär es ein Wirtshaus?
00:35:38: Wäre es vielleicht sogar ein Café?
00:35:40: Wird es ein Gourmetrestaurant und wie würde da gekocht werden.
00:35:43: Ich bin sehr gespannt!
00:35:45: Also ich würde lieber Maurizio... ...ich würde kein Stern anstreben.
00:35:52: Ich würde also auf sehr gute Produkte setzen.. ..und ich würde auf Lieblingsgerichte setzen.
00:36:00: Ich werde auch tolle Soßen setzen.
00:36:03: Ich würde einen Mix machen aus Deutsch und Asiatisch.
00:36:09: Also ich würde versuchen, sehr geschmackvoll zu kochen... ...und ich würde so ein bisschen auf Lieblingsgerichte gehen und ja irgendwie so ein bißchen Everybody's Darlings bieten aber das dann mit einem gewissen Twist Und ich würde mir sehr viel Mühe geben mit den Getränken würde sehr gute Weine anbieten, aber eben die auch bezahlbar sind.
00:36:38: Die auch im offenen Bereich bezahlba sind.
00:36:42: und natürlich würde ich mich jemanden suchen der mir spannende alkoholfreie Getränke macht so wie ihr es habt.
00:36:48: Wie fand ich nämlich wirklich sehr gut?
00:36:52: Ja in diese Richtung würde ich gehen.
00:36:53: Ich würde ein warmes gemütliches Ambiente erschaffen Und ich würde immer wieder versuchen mit neuen Dingen zu überraschen.
00:37:02: Also ich würde vielleicht mal sagen Jetzt gibt es mal in einem Monat jeden Morgen um zehn die besten Franzbrötchen Hamburgs.
00:37:11: Und dazu ein Kaffee, so aus dem Fenster heraus.
00:37:16: oder ich würde sagen jetzt ist Sommer und wir machen jetzt mal irgendwie eine ganz tolle Eisauswahl.
00:37:22: vielleicht auch am Nachmittag kann jeder kommen und da gibts das beste Eis Hamburgs.
00:37:25: Ich bin jetzt mal etwas ehrgeizig Und ich würde mir immer wieder so neue Dinge ausdenken, die ich dann über die sozialen Medien spielen würde und sagen, so kommt alle her.
00:37:40: Oder heute gibt es jetzt mal einen ganz tollen Wein zu probieren aus einer kleinen Charge, den noch keiner kennt – dazu gibt's ein paar Tapas!
00:37:49: Also ich würde so'n Standardprogramm machen, so wie gerade beschrieben, und dann würde ich mir immer was Neues ausdenke um... Ja, es kommt vielleicht durch meine Arbeit für ein Magazin als Chefredakteur und weil wir uns auch immer wieder was Neues ausdenken müssen.
00:38:05: Um unsere Leser zu begeistern und zu überraschen... Genau!
00:38:08: Und die Richtung würde ich gehen.
00:38:10: Was wären für dich Everybody Darlings Gerichte?
00:38:14: Also das wäre schon so die berühmte Rindarolade aber die würde ich dann vielleicht mal anders füllen mit Freigen zum Beispiel.
00:38:21: oder es wäre Es wäre Risotto zum Beispiel oder es wäre ein tolles Pasta Gericht.
00:38:30: Also ich würde mich da schon so weltweit inspirieren lassen, Ich würde das nicht zu kompliziert machen.
00:38:38: aber das was ich dann anbiete sollte dann auch wirklich perfekt sein.
00:38:42: und wenn es nur eine Pasta ist mit Tomatensauce, dann muss die Tomatensoße so gut sein dass man dann fragt bitte wo kann ich die Gläser bekommen?
00:38:53: Also irgendwie, dass da wirklich so ganz viel Liebe ins Detail reinlegen.
00:38:59: Ja und die Zugänglichkeit?
00:39:00: Da hat man es ja wieder!
00:39:01: So diese kleinen einfachen Sachen am Fenster in der Früh um einen schnellen Kontakt
00:39:07: herzustellen.
00:39:07: Irgendwie sowas genau.
00:39:08: Also sowas würde ich machen wenn ich ein Restaurant hätte.
00:39:11: also würde ich versuchen immer wieder neue Sachen auszudenken um auch neue Zielgruppen anzusprechen irgendwas so easy come easy go...ja Das würde ich gerne mal ausprobieren, ob das funktioniert.
00:39:25: Kochst du eigentlich selber auch gern?
00:39:26: Ja sehr gerne!
00:39:27: Ich habe nur zu wenig Zeit.
00:39:29: also ich reiße mir oder fotografiere mir.
00:39:31: man reißt ja nicht mehr raus, man fotografiert.
00:39:33: früher hat man noch Rezepte rausgerissen.
00:39:37: Oder legt mich ganz viel zurück aus dem Feinschmecker oder überall wo ich etwas sehe hab schon einen dicken Stapel.
00:39:43: wenn ich dann mal irgendwann viel Zeit haben werde will ich jetzt alles nachkochen.
00:39:47: Ich koche schonmal auch wenn Freunde kommen.
00:39:49: wir haben so eine Kochgruppe ... und treffen uns da immer regelmäßig.
00:39:53: Und dann ist jeder natürlich mal dran mit dem Menü, aber so im Alltag muss ich sagen, schaffe ich's halt nicht.
00:39:58: so wie viele andere Berufstätige auch die auch noch viel reisen kommt man leider nicht so richtig dazu.
00:40:03: Aber ich hab tatsächlich auch daheim noch so ein Stapel am Blättern dich mir irgendwo mal rausgerissen...
00:40:08: Ja ja, habe ich auch noch genau!
00:40:10: Ich habe auch noch so meine Weinkiste mit raus gerissenen Rezepten
00:40:16: Muss man mal tun.
00:40:17: Aber auch spannend, weil ihr kriegt ja hier über den Feinschmecker eher regelmäßig die besten Rezepte zum Nahmachen?
00:40:22: Ja absolut!
00:40:23: Also wie gesagt lege ich mir alle zurück und irgendwann kommt der Moment wo ich nur noch kochen werde.
00:40:29: So ein Traum hat jeder so einen Traum immer mal so ein Restaurant zu eröffnen, auch in jungen Jahren
00:40:33: Da stimmt oder ein Café zu eröffnen, aber ich weiß natürlich aus vielen Gesprächen mit Gastronomen und Köchen auch wie schwierig das ist.
00:40:41: Und die Preisentwicklung, die Bürokratie – denn das Thema Nachwuchs überhaupt personalzufinden?
00:40:49: Also die Idee ist toll!
00:40:50: Aber ich habe wirklich Respekt davor vor jedem der ein Restaurant öffnet und sich da rein begibt.
00:40:58: Das sollte man nicht unterschätzen würde ich sagen...
00:41:00: Was ich mich gerade frage, woher es am Ende des Tages kommt.
00:41:03: Dass sie für ganz viele die auch mit der Branche eigentlich gar nichts im Gut haben, auch mit... ...mit Seventeen, achtzehn, neunzehnt sagen, irgendwann möchte ich mal einen Kaffee, irgendwann möcht' ich... Das ist ja irgendwie dieses Gastgeber sein, dieses Dienen.
00:41:13: Mhh, das stimmt!
00:41:15: Ich glaube, die Leute denken, es ist so schön als Gast da zu sein und deswegen möchte ich mich immer in dieser Sphäre aufhalten Sehen aber nicht, dass man auf der anderen Seite des Ufers ist.
00:41:27: Wo man halt unheimlich viel arbeiten muss.
00:41:29: Das sieht man ja immer nicht!
00:41:30: Man sieht da nur immer das Ende ergeben.
00:41:31: Genau, man sieht immer nur wie lächeln Teller rausgetragen werden die wunderschön dekoriert sind und im besten Sinne auch ein tolles Gericht Beherbergen.
00:41:40: Aber man sieht die ganze Arbeit dahinter nicht.
00:41:44: Ich habe mal als Schülerin in einem Sternerestaurant gearbeitet.
00:41:48: So fing es übrigens auch an Und ich weiß, was das sieht oder was es heißt.
00:41:53: Ich habe um fünfzehn Uhr, dreißigstechzehnte Uhr angefangen und bin dann um ein Uhr nach Hause gefahren.
00:41:59: Das war ein richtig harter Job!
00:42:01: Also das hat natürlich auch viel mit Saubermachen zu tun und Einräumen und Ausräumen schwer tragen... Aber was ich damals schon toll fand ... Das zieht vielleicht auch viele an und die von einem Restaurant träumen ist dieser Teamgedanke, dass man so gemeinsam etwas schafft.
00:42:17: Auch hart arbeitet, auch wahnsinnig stressige Situationen hat.
00:42:21: Es klappt ja nicht immer alles und die Gäste sind auch nicht immer zu casus und nett.
00:42:25: Auch schwierig darf man auch nicht vergessen aber das gemeinsam zu bewältigen.
00:42:30: und dann ist man aber um ... Mitternacht oder um halb eins fertig und dann damals haben wir noch eine Zigarette geraucht zusammen.
00:42:37: Und trinkt da noch was zusammen, hat es dann gemeinsam geschafft... ...und dann bin ich eigentlich immer total beflügelt mit dem Fahrrad nach Hause gefahren.
00:42:44: Ich fand das irgendwie super!
00:42:46: Wie eine Theateraufführung.
00:42:47: Welche Ständerestaurer es war?
00:42:49: Ja, das war das Concordenhaus in Bremen im Schnurr.
00:42:52: Das gibt's ja schon nicht mehr.
00:42:53: Ja, Bremen glaube ich, ich hatte vorher generell auch Kohlennachel so ein bisschen Loch.
00:42:58: Ja leider also weißt du, dass ist eines der größten Rätsel für mich in der kulinarischen Welt, warum solche Städte wie Bremen oder auch Oldenburg.
00:43:06: Gut da gibt es jetzt auch ein paar gute Restaurants wie zum Beispiel Kevin Gideon oder auch Braunschweig oder ich weiß nicht Augsburg.
00:43:13: In Goldstadt?
00:43:14: Ja in Goldstadt genau!
00:43:15: Ich will jetzt niemand natürlich zu nah treten aber das sind doch überall Menschen, da gibt's Krankenhäuser, da gibts Schulen... Anwältinnen, da gibt es auch Menschen die ein gewisses Einkommen haben und sich das auch leisten könnten.
00:43:28: Warum gibt es dann nicht viele Restaurants?
00:43:32: Das muss ja wie gesagt keine riesige Sterne-Dichte sein aber einfach mit Liebe und Anspruch gemacht.
00:43:40: Diese Frage begleitet mich eigentlich schon seitdem ich beim Feinschmecker bin.
00:43:43: also warum sind da so wenige Restaurants oder überhaupt im Norden?
00:43:48: Es gibt bei uns hier im Nordern kein richtig schönes Gasthaus ... im alten Land zum Beispiel, ne?
00:43:53: Ein schönes Ausflugsgebiet.
00:43:55: Apfelanbau, Plantagen... Aber es fehlt irgendwie wirklich so diese richtig hoch gut gemachte Heimatküche und das vermisse ich sehr!
00:44:05: Das würde ich vielleicht auch nochmal öffnen.
00:44:07: Ja also tatsächlich unter der Frage die mich selber immer so ein bisschen rumdreht warum's nicht funktioniert ob nicht tatsächlich einer einfach mal mutig sein müsste.
00:44:17: Und oftmals ist es ja so, dass sich dann irgendjemand aus dem Team dann auch mal wieder selbstständig macht und da sogar eine Kettenreaktion entsteht oder entstehen kann.
00:44:24: Aber ich glaube auch das so ein bisschen zumindest jetzt in Ingolstadt der Gedanke von den Leuten ist hauptsache... Das was aufm Teller ist muss viel sein und wenig kosten.
00:44:33: Ja
00:44:34: leider ist es vorherrschend!
00:44:37: Und ja das ist oftmal so der einfacher billigere Weg, das ist alles dann skaliert Es ist einfacher zuzubereiten, man macht jeden Tag dasselbe.
00:44:48: Also da stecken dann ja auch die großen Unternehmen dahinter, sind oft Franchisekonzepte... Ja also ich finde es wirklich sehr schade, ne?
00:44:55: Also gerade in Regionen jetzt hier im Norden zum Beispiel, man könnte auch eine tolle norddeutsche Regionalküche machen mit Niveau und Herz, find' ich sehr schadet das was sowas fast gar nicht gibt!
00:45:08: Blick mal gegen Ende noch ein bisschen auf den Feinschmecker.
00:45:12: Gibt's das seit sehr, sehr vielen Jahren?
00:45:13: Wie hatte der erst Jubiläum auch?
00:45:15: Fünfzig Jahre!
00:45:17: Geboreneunzelhundertundhundertfünfundsiebzig.
00:45:20: Was ist die Erfolgsgeschichte dahinter?
00:45:22: Die ErfolGS?
00:45:23: Geschichte würde ich sagen... ...ist dass wir uns immer weiterentwickelt haben.
00:45:27: also wir fingen ja als wirklich als ganz schmales Blättchen an.
00:45:29: Neunzartfünfundsiebsig für sechs Euro kaum Fotos oder wenn dann waren sie schlecht.
00:45:37: Ja, auch sehr didaktische Texte.
00:45:40: Da ging es halt auch noch darum so den Menschen das gute Essen nahezubringen und zu erklären.
00:45:45: Heute ist man natürlich viel, viel versierter aufgeklärter und weit gereistert.
00:45:51: Und ja also wir sind von einem kleinen Heft was viel mal im Jahr erschienen.
00:45:56: Sind wir jetzt zu einem Heft mit zweihundert Seiten geworden?
00:45:59: Was für zehnmal im Jahr erscheint!
00:46:02: Wir haben auch viele Broschüren die besten Bäcker, die besten Winzer, Weingüter.
00:46:09: Die besten Olivenöle.
00:46:10: also wir haben eine Art Ranking etabliert also wo wir immer die Besten einer Branche auszeichnen.
00:46:16: das ist sicherlich ein Erfolgsrezept und man sieht die Urkunden dazu ja überall im ganzen Land oder auch im Ausland und haben dadurch eine große Wiedererkennbarkeit.
00:46:27: und wir versuchen immer zu erspülen, was so die Bedürfnisse unserer genussaffinen Leserschaft sind.
00:46:33: Also wir haben uns da auch sehr verändert.
00:46:35: also früher waren wir sehr viel mehr international auch über sie unterwegs.
00:46:40: USA ist gerade zum Beispiel so eine Frage ne?
00:46:42: Wie viele USA-Themen machen wir?
00:46:44: Fragezeichen, Fragezeigen... Also und wir merken halt auch seit Corona oder auch schon davor, dass die Menschen sich eher so nach Deutschland orientieren ins nahe Ausland gehen.
00:46:55: Nach Südtirol zum Beispiel, Österreichs ein großes Thema oder Skandinavien und da gehen wir dann auch mit.
00:47:01: also wir versuchen immer genauso die Bedürfnisse unserer Leserschaft zu erspüren und da dann auch ganz viele Tipps und Empfehlungen zu geben.
00:47:10: Und eben auch jetzt komme ich wieder auf unsere freie Mitarbeiter zurück meine Kollegen, die sehr versiert sind und da wirklich die besten Tipps zu liefern.
00:47:18: Und ich bekomme wirklich die meisten Leserbriefe von Menschen, die durch unsere Tipps schöne Erlebnisse gehabt haben.
00:47:25: Das ist für sie dann unvergesslich und sagen in diesem Restaurant oder in diesem Hotel oder in dem Landstrich den Sie mir vorgestellt haben habe ich jetzt eine tolle Zeit verbracht und das ist für mich unverghesslich!
00:47:38: So sehen wir uns als großes Service-Magazin für unsere Leser die halt so wirklich für die schöne, genussvolle Seite des Lebens sind und dafür die besten Tipps korratieren.
00:47:50: Und das glaube ich ist immer... Also die Volksgeschichte auch mehr denn je wirklich ein Gegenpol zu der ansonsten recht schwierigen Welt.
00:47:58: also im erler ersten Editorial des Feinschmeckers schrieb schon unser erster Chefredakteur Jochen Carsten Die Feinsschmeckerei isst einen Trost im Wirrenablauf der Welt und heute passt es doch mehr than je.
00:48:12: Also wir sind da schon so ein Anker und haben ja nur Gutes zu erzielen.
00:48:15: Wir halten uns bewusst fern von Lebensmittelskandalen oder wollen auch nichts aufdecken oder schreiben nicht, wer jetzt seine Tiere nicht optimal hält auf einem Landwirt ... Auf einem Hof.
00:48:29: Unsere Fokus geht immer dahin zu zeigen, wer macht etwas sehr gut?
00:48:33: Welcher Fischer arbeitet genau sehr gut, welcher Bäcker ist sehr gut.
00:48:36: Welche Metzgerinnen arbeitet sehr gut!
00:48:39: Welcher Koch welche Köchin macht einen tollen Job.
00:48:41: also richten unseren Fokus immer auf das positive und sagen immer, dass andere können die anderen Kollegen machen von anderen Magazinen.
00:48:49: Also wir zeigen wo die guten sind und haben auch entsprechende Auszeichnungen, Bewertung, Awards... Und ich glaube da sind wir so ein Leitmedium geworden und zu einem Leuchtturm an dem man sich auch orientieren kann.
00:49:03: Das macht denke ich unser Erfolg aus!
00:49:05: Ich glaube es ist ja auch einfach mal schön was in die Hand zu nehmen, wo man nichts Negatives lest?
00:49:09: Ja Also Negativität.
00:49:11: Du weißt es selber, morgens das Radio an oder aufs Handy geguckt.
00:49:15: also die Nachrichten werden ja eigentlich immer schlimmer seit einiger Zeit und bei uns geht's halt wirklich nur um Erfolgsgeschichten.
00:49:22: natürlich gibt auch mal kritische Töne aber wir wollen wirklich.
00:49:26: dass ist unsere Philosophie.
00:49:27: die Persönlichkeiten vorstellen die etwas tolles Herstellen machen tun leisten und zu unserem ... nutzen uns zu unserem Wohl.
00:49:36: Und aber auch schon weit in ... ... ja sag jetzt mal, hier plant ihr auch schon ein bisschen im Voraussurfsfall erzählt?
00:49:43: Ihr habt euch heute schon über Weihnachten unterhalten.
00:49:44: Genau!
00:49:45: Heute ist März.
00:49:46: Ja genau.
00:49:47: Ich habe mich heute schon mit einem unserer Food-Stylisten... ...über die Weihnachtsrezepte unterhalten, genau.
00:49:53: Es ist ein riesen Thema.
00:49:54: Ihr habt der Rezept der Fotos ... ...
00:49:55: von
00:49:55: Food-Stylisten gekreisen,... ... ihr deckt ja eine komplette Bandbreite für genussvolles Leben ab.
00:50:01: Ja und dann auch noch... Das große Weintema Champagner, alkoholfrei ist auch ein großes Thema natürlich geworden.
00:50:06: Wir haben letztes Jahr zum ersten Mal in der Geschichte des Feinschmerkers dreißig seid nur über alkoholfrei geschrieben.
00:50:12: Ein ganzes Special gemacht und das begleitet uns weiter.
00:50:16: Genau wie gesagt wir haben die Bäcker, wir haben den Metzger, wir sind das Thema Kaffee, wir waren das Thema Spirituosen, wir hatten auch Lifestyle also das Thema Tableware Geschirrbesteck ... benimmen, zum Beispiel ist auch ein großes Thema.
00:50:29: Also alles was so rund um das Essen trinken, Reisen... ... ausgehen selber kochen und was da rein spült ist unser Thema?
00:50:37: Ist Genuss nur... also ich habe meine Meinung dazu.
00:50:41: meiner Antwort jetzt rechtlich!
00:50:42: Ist Genus nur für einen großen Caput?
00:50:45: Nein, nein es ist nicht, nein, nein.
00:50:49: Und z.B.
00:50:50: haben wir ja eine Gasthaus-Serie bei uns am Heft und daher kannst du auch für überschaubares Geld gut essen.
00:50:56: Natürlich muss man sagen, dass so ja gute Lebensmittel wie Käsebrot, wo was Schinken handgemacht sind natürlich auch schon hochpreisig geworden.
00:51:06: Aber ich denke mal das, was wir im Heft darstellen sollte sich jeder mit einem normalen Einkommen auch leisten können.
00:51:14: Das ist auch unser Anspruch.
00:51:15: Weil ich finde viele verstecken sich immer hinter dieser Aussage kann ich mir eh nicht leisten.
00:51:18: Alles viel zu teuer ist ja alles überpreisige finde ich gar nicht.
00:51:22: Nee, finde ich auch nicht.
00:51:24: Ist auch nicht so und das ist aber genau die Aufgabe des Feinschmeckers, dass wir wirklich gucken auf Preis- und Leistung.
00:51:30: Und unsere Leser haben eine gesunde Bodenständigkeit.
00:51:34: Unsere Leser sind jetzt auch nicht die, die sagen was kostet die Welt?
00:51:37: Ich schmeiß das Geld aus dem Fenster raus, interessiert mich nicht, Hauptsache es schmeckt sondern die gucken ganz genau, die geben schon ihr Geld aus Aber sie wollen wissen wofür.
00:51:48: Das finde ich eigentlich auch eine gute Haltung.
00:51:51: Gebt ihr jetzt einfach noch einen Futschgaut-Tipp mit, weil du denkst mir vorhin das Thema Bäcker hattest.
00:51:58: Das scoutte ich jetzt für Ingolstadt.
00:52:00: Gebe ich dir in den Nachgang noch mit was da meines Erachtens tatsächlich eine Region unschlagbar ist und ich hatte davor meine Lieblingsbäckerei in Ulm wie jeder weiß.
00:52:10: Mittlerweile wurde abgelöst.
00:52:13: Ich kenne keine bessere Bäckerer tatsächlich!
00:52:15: Und die sagst du mir aber erst, wenn das Mikrofon aus ist.
00:52:18: Ich kann sie auch hier sagen!
00:52:21: Bäckerein Neumeier in Großmäring.
00:52:23: Okay...
00:52:24: Also ich liebe es weil das Brot, dass man da kauft und rennt ihm bitte die Bude ein.
00:52:31: Könnig Ludwig?
00:52:33: Erstens preislich unschlagbar, ein Kilo für vier Euro.
00:52:35: Wo kriege ich das heutzutage noch?
00:52:37: Und es schmeckt nach dem dritten, viertem, fünften Tag noch wie am ersten.
00:52:41: Ich glaube ich findet mal heutzutage fast nichts mehr.
00:52:44: Das stimmt, ja und das zeigt auch man muss sich die Mühe machen auch mal ein bisschen hinzugucken und nicht das erst Beste zu nehmen sondern auch mal vielleicht zwei Straßen weiterzugehen und sich zu informieren.
00:52:54: und da findet man auch schon gute Produkte die auch bezahlbar sind.
00:52:58: Und ich muss sagen jahrelang fünf Kilometer neben mir.
00:53:01: Ja, guck mal.
00:53:03: Bin nicht draufgekommen.
00:53:04: Mittlerweile, wer mich sehen will, samstag Vormittag trifft man mich auch dort.
00:53:07: Okay also Flashmob in Ingolstadt!
00:53:11: Genau aber tatsächlich vielleicht mal zum Ausprobieren wirklich freundlich.
00:53:15: Ich gucke
00:53:16: mal ob wir den in unserer Datenbank haben wo wir alle diese Adressen erfassen.
00:53:20: Schau mal.
00:53:21: Danke für den Tipp.
00:53:24: Jetzt zum Schluss noch eine letzte Frage.
00:53:28: Jetzt mach ich es doch ein bisschen auf das Fass, auch wenn man generell im Punch-Maker mehr Dispositiv gesehen wird.
00:53:33: Aber man darf ja auch ein bisschen kritisieren.
00:53:36: Wo siehst du denn die Kritikpunkte?
00:53:38: Sag jetzt mal gerade so an diesem ganzen Fein-Dining-Sternet-Thema.
00:53:43: Also die Kritikumpte sind zum Beispiel die Weinpreise.
00:53:46: Das ist schon ein Ärgernis.
00:53:47: darüber haben wir auch schon oft gesprochen dass die einfach zum Teil zu hoch kalkuliert sind.
00:53:52: Also da werden jetzt die Gastronomen wahrscheinlich aufschreien und sagen, ja aber das müssen wir nehmen.
00:53:58: also für die Gesamtkalkulation mag ja sein.
00:54:01: Aber es gibt auch sehr viele gute Weine, die preislich fair sind und ich muss nicht nur Komma eins für sechzehn Euro haben oder für dreizehn Euro von einem Wein der Ich weiß nicht, im Einkauf kostet es dreißig Euro.
00:54:17: Also ich glaube da kann man nochmal mehr tun für die Weinkultur.
00:54:23: dann dieses Thema mit Nütszwangen.
00:54:25: also auch da werden die Gestronomen wieder sagen das muss ich so machen geht nicht anders.
00:54:29: aus den und den kalkulatorischen Gründen aber aussicht des Gastes finde ich, ist es nicht sehr servicefreundlich.
00:54:36: Also ich glaube die Gastronomen tun sich mehr eingefallen wenn sie halt offener sind aller Kart anbieten oder dass man frei kombinieren kann weil ich find's doch viel schöner.
00:54:46: ich komm mal für zwei Gänge dann das nächste Mal komme ich für fünf Weggänge manchmal vielleicht esse ich nur Eingang vor dem Theater oder danach.
00:54:54: also so diese Offenheit die es früher mal gab und jetzt halt sehr eizementiert ist.
00:55:01: Das würde ich kritisieren, natürlich gibt es auch noch immer Gastronom-Köcherdienst.
00:55:08: nicht möchten dass man als Gast allein kommt finde ich auch schade.
00:55:12: also ich gehe ganz viel alleine essen und gehe auch sehr gerne alleine essen.
00:55:17: das ist bei manchen überhaupt nicht mehr möglich.
00:55:20: man kann auch gar nicht mehr alleine reservieren.
00:55:22: das finde ich sehr schade.
00:55:26: Ja, vielleicht auch wie gesagt so ein bisschen mehr diese Person sehen die einem auch gegenüber sitzt als Gast.
00:55:32: oder manchmal wird man auch noch mit gestanzten Wendungen angesprochen.
00:55:36: Also es passiert immer noch das dann gefragt wird hat ist der Dame gemundet?
00:55:41: Oder oh!
00:55:42: Der Teller ist leer, dann wird aber morgen die Sonne scheinen höre ich immer noch und dann weiß ich immer nicht bin ich jetzt in den fünftigern oder bin ich im Kindergarten?
00:55:51: oder ja also so bisschen.
00:55:55: Aber wie gesagt, ist jetzt auch nicht schlimm.
00:55:57: Aber wenn du mich jetzt fragst was ich so verbessern würde oder was ich kritisch sehe und manchmal fühlt man sich dann halt auch nicht so wohl, wenn man so angesprochen wird, so steif.
00:56:07: Und ja also das wäre vielleicht so dass ich sagen würde.
00:56:14: Wird mal gleich wieder ins Kindesalter zurückversetzt?
00:56:16: Ja!
00:56:17: Früher mit Mama am Tisch.
00:56:20: Hast du aufgegessen?
00:56:21: Ja genau.
00:56:24: Ja,
00:56:25: dann zum Schluss ist es so wie es immer ist.
00:56:27: Das letzte Wort vor der Verabschiedung gehört immer beim Gast in dem Fall da jetzt dir.
00:56:32: Gibt's noch irgendwas was du an alle Hörer mitgeben möchtest?
00:56:35: Auch vielleicht über etwas was wir heute noch nicht gesprochen haben.
00:56:38: Also wir haben schon darüber gesprochen dass ich finde das gute Lebensmittel ein total wertvolles Kulturgut sind und uns alle bereichern.
00:56:46: und ich würde jeden auffordern guckt dreimal um die Ecke oder nimmt einen Umweg in Kauf für das beste Eis, jetzt im Sommer wird es ja wieder warm.
00:56:58: Für die besten Brötchen und honoriert die Handwerksarbeit, die dahinter steckt und teilweise auch Blutschweiß und Tränen und kauft wirklich die guten Lebensmittel und geht viel Essen und kauft viel Wein.
00:57:10: also lasst euch nicht Kirre machen.
00:57:12: von der Absinenzbewegung darüber haben wir noch gar nicht so gesprochen von der neuen Tugend des Verzichts, sage ich jetzt mal.
00:57:21: Sondern genießt Wein und natürlich alles in Maßen und dosiert.
00:57:25: aber lasst euch da nicht verrückt machen.
00:57:28: Man darf auch mal Zucker zu sich nehmen.
00:57:30: Brotkuchen essen!
00:57:33: Und ja, das macht das Leben doch schön und lebenswert.
00:57:36: Es ist auch mal schön wenn man über die Strenge schlägt.
00:57:39: dass sind dann letztendlich die schönsten Abende und wenn man nicht immer nur vernünftig ist.
00:57:44: Also genießt das Leben.
00:57:46: oder mir fällt da der Satz von meinem Uropa tatsächlich an?
00:57:49: Sein Lebensmotto hast du heute schon gelebt.
00:57:51: Ja genau, das gut!
00:57:53: Wenn ich mit meiner Oma telefoniert habe hat sie mich immer gefragt Was hast du heute gegessen?
00:57:57: Das war immer so dieses große, was hast Du heute gekocht?
00:57:59: und dann habe ich es erzählt.
00:58:00: Und da war ich auch mal sehr interessiert um was hast du denn heute schon gegessen.
00:58:04: Ich finde das immer interessant zu hören was jemand so ist oder ich gucke ja auch gerne in die Einkaufskörbe.
00:58:08: Das ist immer sehr spannend!
00:58:10: Also einfach gönnen Leben genießen und habt einfach eine schöne Zeit...
00:58:15: Genau und sich nicht verrückt machen lassen durch die ganzen Social Media Blasen und Gesundheitsratschläge.
00:58:22: Und natürlich, wir wollen alle gesund und fit sein aber das geht auch und gerade mit gutem Essen.
00:58:27: Auf jeden Fall!
00:58:27: Definitiv!
00:58:28: Ich kann es unterschreiben.
00:58:30: Ja so ihr Lieben wenn euch die Podcast-Folke gefallen hat dann freue ich mich über die Podcast.
00:58:35: Bewertung beim Podcast Ambiente Eures Vertrauens Das sind quasi meine fünf Feinschmeckers.
00:58:44: Das Rezept, hast du eins vorbereitet?
00:58:46: Wir haben ja zu jeder Folge tatsächlich nur ein Rezept.
00:58:48: Muss das selbst geschrieben sein oder kann das auch quasi...
00:58:52: Einfach dein Lieblingsrezept.
00:58:54: kommen wir, ich mach's dir heute einfach!
00:58:56: Ja wie gesagt weil ich komme nicht so viel dazu.
00:58:57: also ich habe einen Tipp was ich immer mache wenn ich zum Beispiel eine tolle Bolognese mache oder eine Schmursoße im Winter Dann nehme ich immer gerne Chili und Knoblauch natürlich dazu, aber auch immer etwas Trockenfrüchte.
00:59:11: Also so wie Falke oder Dattel.
00:59:13: Und die machen die Soße noch immer etwas runder und geben noch etwas Tiefe.
00:59:18: Mein Lieblingsrezept... also wie gesagt, ich komme beruflich nicht dazu mir so viel auszudenken.
00:59:22: Aber was immer ein Renner ist den ich immer gern mitbringe zu ... Als Vorspeise oder wenn ich eingeladen bin zu Partys.
00:59:29: Oder auch mal mache, wenn ich Gäste habe so als Vorspeises von Ottolenghi.
00:59:34: Ich gebe es zu, nicht von mir ist von Ottollenghi.
00:59:36: Es gibt ein ganz tolles Süßkartoffelpüree mit Limettensalsa und das peppe ich aber noch auf.
00:59:43: also eine individuelle Note gibt's auch schon noch von mir Mit Granatapfel, Koriander, gerösteten Pinienkern Und Ingwer und Knobler, da hat man einfach so ein ganz tolles riesiges Geschmackspektrum.
00:59:55: Also du hast die Süße der Kartoffeln.
00:59:57: Du hast die Säure der Limette.
01:00:00: Du hasst einen Crunch durch die Pinienkerne und teilweise Silikon und auch noch dazu.
01:00:06: also du hast so ein sehr tolles aromatisches Feuerwerk im Grunde.
01:00:12: Dazu etwas Fladenbrot oder Baguette und das schmeckt immer sehr gut!
01:00:15: Also das würde ich sagen, ist so mein Alltime High.
01:00:19: Aber nicht von mir selbst gemacht!
01:00:22: Und wenn euch jetzt beziehungsweise das Wasser im Mund zusammengelaufen ist durch das Rezept oder durch den Tipp dann lasse ich euch mit dem Wasser jetzt allein, bin hier geweint.
01:00:32: Ihr dürft jederzeit das euer Feedback natürlich auf Instagram per Mail uns zukommen lassen auch über die Feinschmecker-Instagramm-Seite oder auch da einfach per E-Mail.
01:00:44: Lass uns eure Meinung gerne da und dann verabschieden wir uns.
01:00:48: Vielen Dank, dass ich das sein durfte!
01:00:50: Ja danke Christian hat mir auch sehr viel Freude gemacht und ich glaube, ich fange jetzt doch mal an zu kochen.
01:00:55: Und für mich geht es jetzt die Reise zurück in den Süden und wir hören uns tatsächlich nächste Woche schon wieder weil die Folge ist also reingeschoben ein bisschen und tatsächlich mit einer Folge aus Frankfurt von einem Koch, der mal zwei Sterne hatte.
01:01:11: Eine neue Eröffnung gemacht hat tatsächlich auch ohne Investor im Hintergrund sondern alles komplett allein und soweit ich weiß ja auch wieder auf mehrere Sterne Schild diese sehr am Juni.
01:01:22: Weißt du wer hat die Chance
01:01:23: drauf?
01:01:24: Ich denke schon!
01:01:25: Ja, ich drück mir auf jeden Fall die Daumen und ich glaube er hat das Potenzial
01:01:29: Und um wen es geht, dass er für den nächsten Woche also bis dann macht es gut tschau tschaud.